Jazz im Sinfoniekonzert

Orchester und Solist begeistern 600 Besucher

 

 

Wetzlar (pz). (…)Wahre Beifallsstürme entfesselte der 29-jährige Pianist Andreas Hering. Das Publikum erhob sich von den Plätzen, um ihm mit Klatschen und Trommeln zu zeigen, wie sehr der vielfache Preisträger nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe ihre hochgespannten Erwartungen übertroffen hatte. Dabei präsentierte er mit George Gershwins „Rhapsody in blue“ einen Klassiker aus dem Jahr 1924 für Soloklavier und Orchester, der vom Broadway ausgehend zu einem triumphalen Erfolg wurde. (…)

(…) Sanft und in einer Art einer eigenen Art der Vollkommenheit ließ er die mächtigen Töne aus dem glänzenden schwarzen Instrument fließen. Es entwickelte sich ein farbenreiches Wechselspiel zwischen Solist und Orchester. Dabei strahlte der Pianist eine ungeheure Konzentration aus, wirkte aber in Spiel und Bewegungen völlig locker. Härteste Anschläge und brodelnde Tonelemente wurden in Sekundenbruchteilen von einem scheinbar zärtlichen Schmeicheln der Tasten abgelöst. Das großartige Orchester spannte dazu den perfekten Rahmen. Den furiosen Schlussakkorden folgte donnernder Applaus. (…)

Werner Volkmar, WNZ, 11.6.2013